Webdesign Trends 2015

Wie jedes Jahr im Dezember wollen wir auch kurz vor Weihnachten wieder einmal die Glaskugel zur Hand nehmen und versuchen die Webdesign Trends für 2015 zusammenzufassen.

Reactive Design
Responsive Design ist mittlerweile zu einem Standard geworden. Dies ist spätestens seit dann klar, als Google Responsive Design vor ein paar Monaten zu einem Rankingkriterium ernannte. Doch auch in diesem Bereich ist mit einer Weiterentwicklung zu rechnen und diese Entwicklung nennt sich Reactive Design.

Aktuelle Webseiten sind so aufgebaut, dass jeder Besucher die gleichen Inhalte zu sehen bekommt. Lediglich die Sprache wird heute allenfalls über die Browsereinstellungen ausgelesen. Mit Reactive Design wird sich dies in Zukunft dahingehend verändern, dass jeder Besucher quasi seine eigens auf ihn zugeschnittene Webseite sehen wird.

Dies wird möglich, indem man die User Signal bzw. das Verhalten der Benutzer aufzeichnet und diese Daten in Echtzeit auswertet. Danach ist es möglich, dessen zuvor gesammelten Vorlieben und Verhalten zu nutzen um individuelle Inhalte anzuzeigen, die Farbgebung der Webseite bzw. einzelner Elemente anzupassen oder auf den Besucher zugeschnittene Angebote zu offerieren.

Dies kann vor allem für eCommerce-Projekt sehr interessant sein. Da der Benutzer des jeweiligen Webshops immer besser auf ihn abgestimmte Produkte angezeigt bekommt, je mehr er diese Webseite benutzt.

Card Design
Angefangen hat alles mit Pinterest. Doch mittlerweile ist es ein gut sichtbarer Trend geworden, Webseiten in mehrere Spalten aufzuteilen und diese Spalten mit Boxen im Card-Design zu füllen. Dadurch wirkt eine Webseite gut organisiert und aufgeräumt, was es dem Betrachter bzw. Besucher einfacher macht, die einzelnen Bereiche auseinander zu halten und die Inhalte zu finden, die ihn wirklich interessieren.

Ghost Buttons
Der Begriff Ghost-Button beschreibt ein Design-Konzept, bei dem Buttons auf ein Minimum reduziert werden. Sie werden transparent gestaltet, haben keine Hintergrundfarbe und nur einen dünnen Rand. Sie sind also ein Schatten ihrer selbst und daher wie ein Geist.

Werden diese Buttons nun über Bildern oder Filmen eingesetzt, wirkt dies sehr schick und modern, zudem lenkt die Schaltfläche dann auch nicht vom Inhalt ab.

Flat Design 2.0 (Material Design)
Die letzten beiden Jahre konnte man förmlich dabei zusehen, wie Flat Design immer mehr zum Trend und dann fast zu einem Standard wurde. Auch Firmen wie Google, Facebook oder Apple folgten den ersten Schritten von Microsoft mit der Einführung des Metro Designs.

Was wir im Jahr 2015 erwarten können, ist die Fortsetzung dieses Trends zu einem Flat Design 2.0, dass nicht mehr auf alle Effekt verzichtet, sie aber sparsam und sehr wirksam einsetzt, um gewisse Bereiche oder Designelemente hervorzuheben. Wichtig ist dabei trotzdem das die einzelnen Elemente einer Webseite einheitlich wirken und angenehm zu betrachten sind.

CSS3 und CSS3-Animationen
Da mittlerweile die meisten Browser fähig sind, CSS3 auch umzusetzen. Wird 2015 das Jahr von CSS3 werden. Das heisst, viele Elemente die bisher nur mit Bildern aus Photoshop oder Flash-Animationen zu realisieren waren, können nun mit einfachem CSS-Code realisiert werden.

Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Schräge Linien, geometrische Formen, Verläufe, Media Queries für Mobilgeräte, besondere Schatteneffekte, skalierbare Elemente, abgerundete Ecken, Verwendung von jeder gewünschten Schrift mit fontface und auch komplexe Animationen sind nur einige Anwendungsbeispiele.

Das Ende von Parallax Design
Parallax ist an und für sich eine schöne Designtechnik, da durch die unterschiedlichen Scroll-Geschwindigkeiten der Designelemente ein 3D-Effekt erreicht wird, der sehr ansprechend wirken kann.

Da Parallax aber einfach zu viel eingesetzt wurde ist es nichts Besonderes mehr und mag nicht mehr so zu faszinieren wie noch vor ein paar Jahren. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass immer mehr Mobilgeräte benutzt werden, um Webseiten anzusehen und der Parallaxeffekt eben auf diesen Geräten nur schlecht oder gar nicht funktioniert, da dort das Scrolling ganz anders genutzt wird, als auf den Desktopbildschirmen.

Sicherlich wird es für gewisse Marketingaktionen immer noch eine interessante Option sein, Bilder bzw. Designelemente mit Parallax in Szene zu setzen, doch die Zeit der massenweisen Verwendung für „normale“ Webseiten scheint abgelaufen zu sein.